Vancouver rückt immer näher: Vorletzter Lehrgang vor Saisonhöhepunkt bereits absolviert
am 08.02.2010 - 21:22 UhrVom 4 – 7. Februar absolvierten 9 DPS-Athleten den vorletzten Trainingslehrgang vor den paralympischen Spielen in Vancouver und versuchten im Kühtai nochmals Fortschritte in den technischen Disziplinen Slalom und Riesenslalom zu erzielen. Am ersten von drei Trainingstagen herrschten perfekte Pisten- und Wetterverhältnisse, was ein intensives Riesenslalomtraining am Vormittag möglich machte. Nachmittags stand dann noch Konditionstraining in Kematen auf dem Programm: Kräftigung, Mobilisation, Beweglichkeit und Koordination. Den Tag rundeten (bei Bedarf) physiotherapeutische Behandlungen und eine ausgiebige Videoanalyse ab.
Für den zweiten Tag war erneut Riesenslalom geplant – aufgrund starkem Schneefall war jedoch schon die Anreise auf der schneebedeckten Straße ein Problem und es konnte somit nur freies Training durchgeführt werden. Einen äußerst positiven Nebeneffekt hatten die Neuschneemengen jedoch: Das DPS konnte sich beim Tiefschneefahren vergnügen, wobei auch die Trainer und Betreuer auf ihre eigenen „skifahrerischen“ Kosten kamen. Nach dieser willkommenen Abwechslung, die nebenbei gut das Gleichgewicht und die Körperposition schult, stand noch einmal das gleiche Nachmittagsprogramm wie am Vortag an.
Am nächsten und letzten Trainingstag gab es dann zwar noch einmal weitere 20 cm Neuschnee, doch waren die Liftgesellschaften anscheinend besser darauf eingestellt, denn auf der gut präparierten Rennpiste konnte effektiv Riesenslalom trainiert werden – später am Vormittag sogar bei Sonnenschein.
Insgesamt war es ein sehr effektiver Lehrgang, bei dem alle Athleten durchgängig gute Leistungen zeigten. Besonders erfreulich ist dabei, dass der sehbehinderte Gerd Gradwohl nach seiner Verletzung im Spätsommer sich nach wie vor von Trainingstag zu Trainingstag steigert. Hoffentlich erreicht er noch rechtzeitig vor Vancouver seine skifahrerische und konditionelle Normalverfassung, damit er im Kampf um die Medaillen entscheidend mitmischen kann.
Für die DPS-Athleten steht vom 11. – 14. Februar mit dem Europacupfinale in Arta Terme (Italien) bereits der nächste Renntermin an, bevor es direkt im Anschluss zum abschließenden dreitägigen Training an den Götschen geht. Von diesem letzten Trainingslehrgang vor der Überseereise geht es dann direkt zur Einkleidung am 18. Februar in München. Am 26. Februar geht es dann endlich über den großen Teich, wo zuerst das Weltcupfinale in Aspen – gefolgt vom Saisonhöhepunkt in Vancouver – ansteht.
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