WM Korea: Das Medical Team berichtet
DPS Skiteam alpin am 26.02.2009 - 08:47 UhrDas Medical Team des Deutschen Paralympic Skiteams alpin besteht bei der diesjährigen WM aus 2 Physiotherapeuten/Osteopathen – Markus Pfeiffer und Benno Geissler und dem Orthopäden und Unfallchirurgen Dr. Hartmut Stinus, der die Mannschaft schon seit den Paralympics in Lillehammer 1994 betreut. Bisher standen neben grippeartigen Symptomen , die medikamentös gut behandelt werden konnten Sport- und Überlastungsbeschwerden im Vordergrund der medizinischen Behandlung. Hier spielen unsere „Physios“ ihre ganze Routine aus, so dass die Athleten bestens behandelt die Rennen bestreiten können – schließlich hat unsere Mannschaft neben mehreren Medaillen schon 3 Weltmeistertitel errungen..
Die schwerste Verletzung bisher war die schwere Knieprellung und Meniskusquetschung unseres sehbehinderten Athleten "Beppi" Gradwohl . Nach einem schweren Sturz im Riesenslalom hatte er starke Knieschmerzen. Nach eingehender Untersuchung durch den Mannschaftsarzt und Physiotherapeuten Benno Geissler wurde er medikamentös, mit Infiltrationen(im Rahmen der WADA Anti Doping Richtlinien) und intensivst physiotherapeutisch behandelt. Nach erneutem Check up am Morgen des Super G und Anlegen eines funktionellen Tape-Verbandes durch Markus Pfeifer konnte nach dem Einfahren auf der Piste vom Medical Team grünes Licht für das Rennen gegeben werden. Beppi fuhr einen super Lauf mit der 3.-besten Zeit – hätte er nicht ein Tor ausgelassen, hätte er Bronze geholt!- schade… Dem Knie geht´s inzwischen durch Fortführung der therapeutischen Maßnahmen wieder recht gut – ein Erfolg im Abfahrtslauf wäre nicht nur für Beppi die Krönung.
Aber auch von anderen Teams wird unser Medical Team immer wieder genutzt. Der Schweizer Markus Pfisterer hat sich beim Sturz im Riesenslalom schwere Kopf- und Gesichtsverletzungen zugezogen, die nun von unseren Fachleuten mannschaftsübergreifend behandelt werden. Eine belgische Rennläuferin war beim Abendessen zusammengebrochen und mußte notfallmäßig versorgt und später ins Krankenhaus gebracht werden. Auch hier waren unsere Leute schnell und hilfsbereit zur Stelle. Insofern findet die deutsche Medizin auch hier große Anerkennung.
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