WM Korea 2009 - Gradwohl und Schönfelder Weltmeister in der Abfahrt
DPS Skiteam alpin am 28.02.2009 - 07:08 UhrEin erfolgreicher Tag für das deutsche Team. Zweimal Gold und einmal Bronze, dazu noch gute Platzierungen.
Die Abfahrt war geprägt von einigen Stürzen und leider auch von Verletzungen. Doch das deutsche Team blieb dieses Mal verschont. Durch die notwendigen Unterbrechungen ließen sich die deutschen Athleten nicht aus der Ruhe bringen. Durch das schöne und warme Wetter wurde die eigentlich eisige Piste in Teilbereichen etwas weich. Die Abfahrt wurde aufgrund der zu kurzen Streckenlänge als Sprintabfahrt in zwei Durchgängen durchgeführt.
Andrea Rothfuss wollte unbedingt Silber oder Gold. Sie ging engagiert ins Rennen und lag nach dem ersten Lauf auf dem 3.Platz, zu Silber fehlten 6/10 sec. Diese wollte sie im zweiten Lauf gut machen. Sie hatte zwar eine gute Fahrt, aber Melania Corradini/ITA eben auch. Somit gewann Rothfuss ihre vierte Bronzemedaille. Corradini holte Silber und Lauren Woolstencroft aus Kanada gewann ihr viertes Gold.
Dann wurde es spannend. Gerd (Beppi) Gradwohl lag mit seinem Begleitläufer Karl-Heinz Vachenauer nach dem ersten Lauf auf Platz zwei mit lediglich 9/100 sec. Rückstand auf den Kanadier Christopher 'Williamson und 25/100 sec. Vorsprung auf Santacana Jon aus Spanien.
Es lag also Spannung in der Luft und es sollte noch besser kommen. Im zweiten Lauf riskierten sie alles und kamen mit 1/100 sec. Vorsprung vor Santacana ins Ziel. Oben war jetzt nur noch Williamson. Mit einem sehr guten Lauf, aber anscheinend ohne das nötige Glück fiel er auf den dritten Platz zurück. Gradwohl und Vachenauer waren Weltmeister. Lediglich 5/100 sec trennten sie vom Drittplatzierten. Nachdem die WM bisher nicht ganz nach ihren Vorstellungen verlaufen ist, war die Freude riesengroß - und zwar für das gesamte Team.
Auch in der sitzenden Klasse war die Spannung groß. Das Feld lag nach dem ersten Lauf eng beisammen und viele durften sich noch was ausrechnen. Thomas Nolte lag nach dem ersten Lauf bereits auf dem hervorragenden 12. Platz und nahm sich vor, beim zweiten Lauf nochmals voll anzugreifen. Obwohl die Abfahrt noch nicht zu seiner Spezialdisziplin gehört, konnte er sich noch auf den 9. Platz verbessern.
Christian Junghanns wollte zum Abschluß auch nochmals zeigen, dass er mehr kann. Mit Platz 17 vom ersten Lauf war er noch nicht zufrieden und gab nochmals Vollgas. Auch bei ihm ging die Rechnung auf und er fuhr noch auf den 12. Platz.
Martin Braxenthaler erwischte keinen so guten Tag und mußte das Rennen vorzeitig beenden. Sieger wurde der Kanadier Joshua Dueck, Silber und Bronze holten sich Harald Eder/AUT und Christopher Devlin-Young, der vom 11. Platz noch auf den dritten vorgefahren ist.
In der stehenden Klasse dominierte gleich im ersten Lauf Gerd Schönfelder. Lediglich Michael Brügger aus der Schweiz kam bis auf 6/10 sec an diese Zeit heran. Der Rest vom Feld lag relativ eng zusammen bereits eine Sekunde zurück. Durch die Unterbrechungen verzögerte sich das Rennen immer wieder, so dass die Piste an ein paar wenigen Stellen nicht mehr so eisig war. Trotzdem kam Schönfelder mit den wechselnden Bedingungen gut klar. Mit nochmaliger Bestzeit entschied er das Rennen für sich und wurde verdienter Abfahrtsweltmeister. Silber gewann Michael Brügger/SUI, Bronze Martin France/SVK.
Kevin Wermeester hatte sich einiges ausgerechnet. Leider kam er aber nicht richtig auf Zug und lag nach dem ersten Lauf auf Platz 23. Im zweiten Lauf kämpfte er zwar nochmals, doch kamen ihm hier die wechselnden Bedingungen der Piste auch nicht entgegen. Am Ende blieb er auf dem 23. Platz.
Ralf Frummet war in der Abfahrt nicht startberechtigt.
Das Trainerteam um Maike Hujara sowie Teamchef Michael Hipp waren voll zufrieden und gratulierten den Athleten sowie dem gesamten Betreuerteam. Immerhin bedeuteten die Ergebnisse auch eine Verbesserung im Medaillenspiegel (vgl. Website).
Nun steht noch der Teamwettbewerb auf dem Programm, bei dem max. fünf Athleten (eine Frau und mind. zwei weitere verschiedene Behinderungsklassen) benannt werden können. Die drei Schnellsten kommen in die Wertung. Ausgetragen wird ein Riesenslalom.
Für den Teamevent haben sich qualifiziert:
Andrea Rothfuss (stehende Klasse)
Martin Braxenthaler (sitzende Klasse)
Thomas Nolte (sitzende Klasse)
Gerd Schönfelder (stehende Klasse)
Ralf Frummet (stehende Klasse)
Weitere Medaillengewinner:
Damen Sehbehindert:
1 Farkasova Henrieta/SVK mit Begleitläuferin Subrtova Natalia
2 Vivien Forest/ESP mit Debou Lindsay
3 Kuliskova Anna mit Hubacova Michaela
Damen sitzend:
1 Joines Kimberly/CAN
2 Obinata Kuniko/JPN
3 Aoki Tatsuko/JPN
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