WM Korea 2009 - Mannschaftswettbewerb
DPS Skiteam alpin am 01.03.2009 - 07:46 UhrEin krönender Abschluß für das Deutsche Paralympic Skiteam alpin. Das Gold im Mannschaftswettbewerb geht an Deutschland.
Nach dem erfolgreichen Abfahrtsergebnis war eine Steigerung fast nicht möglich. Doch das deutsche Team wollte unbedingt im Mannschaftswettbewerb vorne mitmischen. Daß die Chancen auf eine vordere Platzierung durchaus möglich war, wußte eigentlich jeder. Mit unseren Topathleten Schönfelder, Braxenthaler, Rothfuss mit Thomas Nolte und Ralf Frummet am Start zählte das Team zu den Favoriten. Doch mußten die Athleten erst mal ins Ziel kommen. Spannung war zudem angesagt, weil Deutschland nach den Abfahrtserfolgen am Vortag auf Platz 2 des Medaillenspiegels lag und nur noch von Österreich überholt werden konnte, wenn diese Gold im Mannschaftswettbewerb gewinnen.
Mindestens drei und höchstens fünf Athleten konnten pro Mannschaft gemeldet werden. Davon mußte ein Athlet weiblich sein und es mußten 2 Behinderungsklassen (Stehende, Sitzende und Sehbehinderte) berücksichtigt sein. Das deutsche Team meldete Andrea Rothfuss (stehend), Thomas Nolte (sitzend), Martin Braxenthaler (sitzend), Gerd Schönfelder (stehend) und Ralf Frummet (stehend).
13 Mannschaften waren am Start, wobei die großen Teams auch mehr Mannschaften meldeten. Da viele lediglich eine Dame in der Mannschaft hatten, bestand hier natürlich die große Gefahr, daß durch ein Ausscheiden, das gesamte Team nicht mehr im Rennen ist.
Unsere Athleten gingen deshalb konzentriert ins Rennen. Schnell zeigte sich, dass sich Österreich, Japan, Schweiz, Slowakei und Deutschland ein hartes Rennen lieferten.
Andrea Rothfuss zeigte eine überragende Leistung und ließ die Italienerin Corradini hinter sich. Da in der sitzenden Klasse zwei Leute am Start waren, konnten diese etwas riskieren. Thomas Nolte setzte alles auf eine Karte und schied leider aus. Martin Braxenthaler dagegen legte einen guten schnellen Lauf hin und Deutschland war vorerst in Führung. Schönfelder und Frummet konnten ebenfalls voll angreifen. Schönfelder unterlief dabei ein grober Fehler, so dass die sehr gute Zeit von Ralf Frummet in die Wertung kam. Der Zwischenstand nach dem ersten Lauf war dann Deutschland vor Österreich, Japan II, Schweiz, Slowakei II, Japan I, USA. Einige Teams waren leider schon ausgeschieden, weil die Ausfallquote auf der extrem eisigen Piste recht hoch war.
Der zweite Lauf war dann Spannung pur. Rothfuss legte wieder einen super Lauf hin und baute den Vorsprung um eine Sekunde aus. Martin Braxenthaler verteidigte den Vorsprung. Spannend wurde es dann, als Schönfelder mit vollem Risiko attackierte und durch einen Einfädler ausschied und sich eine Beckenprellung zuzog. Der Druck lastete nun voll auf Ralf Frummet. Von den Trainern darauf hingewiesen, aufgrund des Vorsprunges nicht alles zu riskieren, ging er ins Rennen - und alles war vergessen. Er ging volles Risiko und legte nochmals eine super schnelle Zeit hin. Das bedeutete Gold für Deutschland, Silber für Österreich und Bronze für die Schweiz.
Das deutsche Team bewies einmal mehr, daß es trotz des kleinen Teams nicht nur den Mannschaftswettbewerb gewinnen kann sondern mit Platz zwei auch im Medaillenspiegel ganz vorne mit dabei ist.
Die Trainer um Maike Hujara und Teamchef Michael Hipp feierten im Ziel mit den Athleten ausgelassen diesen Sieg.
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